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Friday
Nov062009

Pfefferpeeling für kalte Tage

Zuallererst zwei Warnhinweise:

  1. Das Peeling, was ich gleich beschreibe, ist nur für den Körper bestimmt und nicht etwa für's Antlitz
  2. Anwendung auf eigene Gefahr, ich selbst habe empfindliche Haut und es war wunderbar, das heisst aber nicht, dass es bei deiner empfindlichen Haut klappt

Wie kam es zu dieser Peelingidee? Es gibt eine Vorgeschichte und die schreibe ich hier auf. Wenn du direkt zum Rezept willst, scrollste einfach bis nach dem Bild, OK? Also:

Ich hatte gelesen, dass der aktive Wirkstoff von Chilischoten, Capsaicin, in moderaten Dosen auf die Haut aufgetragen, durch Wärmeentwicklung bestimmte Schmerzzustände von Muskelkater bis Arthritis lindern kann.

Der Painkiller-Effekt hat mich nicht so interessiert, aber als ewige Frierkatze war der WÄRMEEFFEKT natürlich spannend. Also habe ich mir auf eBay ein klitzekleines Döschen mit schneeweissen Capsaicin gekauft. Es sieht genauso aus wie Speed oder Kokain, doch mit dem, der sich das durch die Nase zieht, möchte ich lieber nicht tauschen. Das Zeug kommt mit einer 5-seitigen Liste an Warnhinweisen, was man alles NICHT damit machen soll. Und auf dem Scoville Heat Index, der die Schärfe von scharfen Sachen indiziert, steht Capsicin ganz ganz oben. Dreimal so scharf und brennend wie das Pfefferspray, das die Polizei verwendet.

Das hat mich alles dermassen abgeschreckt, dass ich's ganz hinten im Schrank versteckt habe. Und als ich diese Woche mein Pepper Peeling zusammengerührt habe, kam der vergleichsweise harmlose Cayennepfeffer zum Einsatz. Und das hat auch schon gut gewirkt. Das Rezept gibt's nach'm Bild.

Pepper Peeling a la Berlinessa

  • 2 Teile grobes Meersalz oder groben braunen Zucker
  • 1 Teil neutrales Hautöl (ich habe Neutrogena Hautöl Sesam genommen)
  • 1/4 Teelöffel Cayennepfeffer

Das ganze zusammenrühren und eine Weile stehen lassen, damit sich der Cayennepfeffer ein wenig entfalten kann. Unter der Dusche auf die gewaschene nasse Haut auftragen und leicht einmassieren. Empfindliche Körperstellen aussparen. Es prickelt ein wenig und die Haut rötet sich leicht und ich finde, es fühlt sich fantastisch an. (Habe es auch gleich zwei Tage hinternander verwendet.)

Danach abduschen und abtrocknen. Die leichte Rötung ist dann schon wieder verschwunden und die Haut fühlt sich wunderbar weich, warm und eingecremt an.

Ich habe mit einem Kosmetikformulierer gesprochen, der mir erklärt hat, warum das Ganze wirklich wirkt. Die Haut nimmt den Scharfstoff als Aggressor wahr und schickt vermehrt Blutkörperchen vom Innern des Körpers an die Peripherie. Das durchblutet, wärmt und belebt tatsächlich. -- Natürlich hat er auch gewarnt: Nicht ins Gesicht, nicht auf Schleimhäute und eher ne Prise zuwenig als ne Überdosis.

Ich sage: No risk, no fun. :-)

Reader Comments (4)

Und wenn man sich dran gewöhnt hat, muss man dann immer weiter die Dosis erhöhen? :-)

November 6, 2009 | Unregistered CommenterNot quite like Beethoven

klingt supergut!!! ich bin neugierig!!

November 6, 2009 | Unregistered CommenterFrau Sarah

ha, gleich mal ausprobiert, zwar nur mit normalem pfeffer aber es war angenehm und wohlig auf der haut. ich steh ja auf solche diy beauty sachen, danke ;-)

November 6, 2009 | Unregistered CommenterMadeleine

@Notquite. genau so. Normales Suchtverhalten. :-)

@Frau Sarah. Ausprobieren. Ausprobieren. Ausprobieren!

@Madeleine. Ich glaube, mit normalem schwarzen Pfeffer probier ich's auch mal. :-)

November 8, 2009 | Registered CommenterBerlinessa

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